| Die medizinisch-psychologische Untersuchung |
|
Hierbei geht es um eine Untersuchung, die nur dann zur Debatte steht wenn sich der Führerscheininhaber extrem verkehrswidrig verhalten hat. Es ist gut wenn man davon weiß. Aber was hat zu tun mit den Fahrschülern, die den Führerschein mit 17 erreichen möchten und die in diesem Fahrschulenverzeichnis die richtige Fahrschule finden möchten? Eigentlich überhaupt nichts aber es ist gut zu wissen was bevor steht wenn man sich verkehrswidrig verhält.
§2 Absatz 4 Straßenverkehrsgesetz (StVG) sagt: "Geeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen erfüllt und nicht erheblich oder nicht wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Strafgesetze verstoßen hat."
Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) führt zu einem Gutachten muss im Ernstfall feststellen, ob eine Person zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist oder nicht. Ein solches Gutachten dient der Fahrerlaubnisbehörde als Grundlage für ihre Entscheidung zur Erteilung oder zum Versagen des Führerscheins.
Die Anordnung eines MPU-Gutachtens ist gemäß § 13 Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) zwingend erforderlich wenn jemand ein Fahrzeug bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr gefahren hat. Es gibt aber auch andere unterschiedliche Situationen, in denen die Fahrerlaubnisbehörde Zweifel an der Eignung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen haben kann, und daher ein MPU-Gutachtens anordnet.
Die MPU hat, wie es der Name sagt, einen medizinischen und einen psychologischen Teil, da die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen an die Erfüllung von körperlichen und geistigen Anforderungen geknüpft ist. Die MPU dauert in der Regel mehrere Stunden. Es wird nicht von den Fahrschulen ausgeführt, die in diesem Fahrschulverszeichnis gelistet sind. Dafür gibt es spezielle Prüfstellen.
Im medizinischen Teil der Untersuchung wird zunächst der allgemeine Gesundheitszustand des untersucht. Neben dem Bewegungsapparat und dem Nervensystem werden Reaktionsfähigkeit und Belastbarkeit des Betroffenen untersucht. Es werden auch schwere zurückliegende und gegenwärtige Krankheiten in der Familie des Untersuchten erfragt. Dazu gehören auch Fragen nach Alkohol- oder Drogenkonsum.
Im psychologischen Teil der Untersuchung untersucht der Psychologe u.a. den Lebenslauf des Betroffenen sowie Fragen im Zusammenhang mit dessen Elternhaus, Ausbildung, Beruf, Familienstand, Kindern, Trinkgewohnheiten, Operationen und finanziellen Verhältnissen. Anschließend werden mit dem Betroffenen der Ablauf und die Ursachen etwaiger Gesetzesverstöße und die von dem Betroffenen daraus gezogenen Lehren erörtert. Von dem Betroffenen wird erwartet, dass er in dem so genannten psychologischen Explorationsgespräch die jeweils angesprochenen Aspekte im Einzelnen offen legt. Das Gespräch mit dem Psychologen dauert in der Praxis ca. 20-30 Minuten.
Ganz allgemein spllte sich der Untersuchte kritische mit dem eigenen Verhalten auseinander setzen.Er sollte sein früheres Fehlverhalten erkannt und sich damit intensiv auseinandergesetzt haben. Es ist nicht zu erwarten, eine positive Begutachtung der Fahreignung zu erhalten, wenn nicht eine Änderung in der Verhaltensweise deutlich erkennbar wird. Also keinesfalls sich "Pechvogel" darstellen.
Es ist empfehlenswert, sich auf die MPU vorzubereiten. Es gibt dazu zahlreiche Ratgeber-Bücher und eine Vielzahl von vorbereitenden Kursen. Unter der großen Anzahl der Kursanbieter gibt es auch "schwarze Schafe", deren Interesse nur darauf gerichtet ist, dem Betroffenen möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Es ist sicher nicht einfach hier die Auswahl zu treffem. Sicher kann einem jede Fahrschule, die in diesem Fahrschuverzeichnis gelistet ist, Tipps bei der Suche nach dem richtigen Institut helfen. Bei Angeboten, die ein positives Gutachten garantieren, muss man besonders vorsichtig sein, denn niemand kann eine Erfolgsgarantie abgegeben. Beratung gibt es bei entsprechenden gemeinnützigen Einrichtungen.
Über die entstehenden Kosten kann man sich vor Beginn der MPU erkundigen. Durchschnittlich werden ca. 400 Euro an Gebühren anfallen. Nur in Sonderfällen können höhere Kosten entstehen.
|